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18.11.10 |
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Die Chronik des KZV Eilendorf zum Download!!!
Willkommen beim KZV Eilendorf
Im Jahr 1907 trafen sich in Eilendorf Liebhaber edler Rassegeflügel, Tauben und Kaninchen zur Gründung eines Vereins für Kleintierzucht. Die Neugründung solcher Vereine hatte zu diesem Zeitpunkt den Effekt, den Gemeinschaftssinn, aber auch die Nutzung der Wirtschaftlichkeit zu fördern. In der wirtschaftlichen Not am Anfang des 20. Jahrhundert war es bestimmt etwas besonders einen Kaninchenbraten auf den Tisch zu bringen. Natürlich war außerdem die tollste Nebensache, auch noch schöne Kaninchen in prächtigen Farben zu züchten.
Leider liegen uns durch die Wirren beider Weltkriege keine genauen Daten oder Niederschriften vor. Aus Erzählungen meines Vaters ist mir jedoch bekannt, dass die Gebrüder Ziemons sowie ein Herr Backes die Gründungsmitglieder sein sollen. Ich kann mich erinnern das ich in jungen Jahren mit meinem Vater die beide besuchte und wir dort immer einen Ehrenpreis für die Lokalschau erhielten.
Im Jahr 1909 wurde der Kreisverband Aachen der Kaninchenzüchter gegründet. Es ist anzunehmen, dass sich aus diesem Grund die Kaninchenzüchter von den Geflügelzüchtern trennten, um einen eigenen Verein zu gründen. Bekannt ist auch, dass kein geeignetes Lokal in der Größenordnung für beide Vereine vorhanden war. Der Verein bekam das Vereinskennzeichnen R 122 Eilendorf 09. Der Geflügelzuchtverein ist auch heute noch existent und konnte 2007 sein 100jähriges Bestehen feiern. Es wird eine herzliche Freundschaft gepflegt.
Im Jahr 1945 trafen sich die die Zuchtfreunde Radermacher, Mannheims, Frings, Meeßen, Schwarz und Gerhards und ließen den R 122 Eilendorf wieder aufleben. Vorsitzender wurde Josef Schwarz, 1. Geschäftsführer Josef Frings. Auf die Aufnahmegebühr betrug 2,- RM. An Beitrag wurde 1 RM genommen. Das Wichtigste eines Kaninchenzuchtvereins ist natürlich die Ausstellung. Hierfür wurden 41,- RM gespendet. Als Vereinsrasse wurde das Französisch Silber ausgewählt. Schwartz trat nach nur einen Monat zurück. Die Gründe sind Protokollarisch nicht festgehalten. Gerhards übernahm das Amt. Durch weitere Spenden konnten noch 40,00 RM eingenommen werden.
Den Züchtern wurde gegen Abgabe eines Schlachtkörpers ein Zuchttier der Vereinsrasse zur Verfügung gestellt. Für die erste Schau wurden Käfige in Alsdorf ausgeliehen. Um die letzen RM auszugeben wurden Ehrenpreise für die Schau gekauft.
Durch die folgende Währungsreform war es kaum möglich möglich eine Schau durchzuführen. Nachdem jeder sich bereit erklärte 1,-- DM zu stiften und weitere Opfer brachte, konnte in der Tat eine Schau durchgeführt werden. Als Standgeld wurde 0,30 DM erhoben. Zu diesem Zeitpunkt war Jakob Ziemons Ehrenmitglied im Verein. Wann die Ernennung erfolgte, ist aus keinem Protokoll ersichtlich. Es ist daher anzunehmen, dass ihm dieses Amt bereits vor den Kriegswirren angetragen wurde. In den Jahren von 1949 bis 1959 waren große Umbrüche angesagt. Nachdem die ersten Schauen auch ein wenig Geld in Kasse gebracht hatten wurden in Mülheim Ruhr 102 Nr. Ausstellungskäfige gekauft. Um die Kaufsumme von 1000,-- DM aufzubringen, mussten die Mitglieder dem Verein einen Vorschuss gewähren.
Bis 1955 bekleidete Josef Frings nicht nur das Amt des Vorsitzenden, er führte auch noch die Geschäfte. Am 18.2.1956 wurde der spätere langjährige Vorsitzender Ludwig Schneiders im Verein aufgenommen. Werner Schuchert wurde am 10.1.1959 aufgenommen und wenige Minuten später zum Geschäftsführer. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen konnte trat ein. Diese beiden waren die Rettung des Vereins.
Am 21.2.1959 kam es dann zum großen Streit, und der Verein teilte sich. Nach mehreren Querelen wegen der Ehrung eines Züchter der sich 1945 noch in Russland befand und dort in Gefangenschaft war fiel der Verein auseinander. Nach Meinung der Abtrünnigen sollte dieser die ihm zustehende Ehrung nicht erhalten. Daraus entstand der R 45 Eilendorf. Werner Schuchert führte nun die Geschäfte und Ludwig Schneiders wurde 1.Vorsitzender. Seine Frau Christel übernahm die Kasse von Peter Ibeling. Von diesem Gespann profitierte der ganze Verein. Auch im Kreisverband erkannte man kurze Zeit später die Fähigkeit von Werner Schuchert und wählte ihn zum Geschäftsführer. Dieses Amt bekleidete er 18 Jahre. Nun kam der Verein wieder auf Kurs und galt zu den mitgliederstärksten im Kreisverband. Von den genannten profitierte der Verein 40 Jahre. Im Jahr 1965 wurde erstmalig eine Kreisschau durchgeführt. Mit 600 Tieren wurde die Schau beschickt. Der Saal platzte aus allen Nähten so das die nebenan liegende Schießhalle hergerichtet werden musste, um allen Tieren einen Platz zu gewähren. Natürlich war die Schau auch in finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg, sodass von der Firma Ebeco in Castrop-Rauxel wieder 100 Nr. Käfige gekauft werden konnten. Die Lokalschau 1966 wurde mit 180 Kaninchen beschickt. Rekordergebnis. Voller wurde diese Schau in vereinseigenen Käfigen Durchgeführt.
1969 konnte der Verein dann sein 60-jähriges Bestehen feiern. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Leo Jungen übernommen, der später auch Mitglied des Vereins wurde. Das Fest wurde mit einer Kreisschau gefeiert, auf der wieder 625 Tiere ausgestellt wurden. 1970 wurde Cornel Becker Ehrenvorsitzender des Vereins. Leider mussten wir 1980 viel zu früh von ihm Abschied nehmen. Er starb im Alter von 71 Jahren. Er hat sich um den Verein verdient gemacht. Am 21.1.1981 trat Ludwig Schneiders als Vorsitzender nach 23 Jahren zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Werner Schuchert wurde nun Vorsitzender und Monika Klehr führte die Geschäfte. 1983 nahm der Verein erstmalig mit einem Stand am Pfarrfest St. Apollonia teil. In einem kleinen Verschlag wurden Reibekuchen bis zum Umfallen gemacht.
1984 wurde das 75jährige gefeiert Leider ließen die Räumlichkeiten keine Kreisschau mehr zu. Aufgrund seiner Verdienste im Kreisverband Aachen-Süd wurde Werner Schuchert 1986 zum Kreisverbandsehrenvorsitzenden ernannt.
1986 wurde die 1. Rammlerschau mit Teilnehmern aus dem benachbarten Ausland durchgeführt. Hierbei mussten wir erkennen, dass hier erhebliche Probleme auftraten. Die Tiere aus den Niederlanden sollten zunächst trotz Impfzeugnisse nicht über die Grenze kommen. Nachdem wir bis weit nach Mitternacht mit unseren Freunden aus Holland an der Grenze verbracht hatten gaben die Veterinäre nach langen Verhandlungen den Transport frei. Ärgerlich, die Tiere haben die gar nicht interessiert. Kein Tier musste aus der Kiste. Für mich ganz einfach ein Erlebnisse. Die Rammlerschau wird immer noch alle 2 Jahre durchgeführt aber derartige Probleme bleiben uns seit Jahren erspart.
1998 mussten wir leider Abschied nehmen von unserem Ehrenvorsitzenden nehmen. Ludwig Schneider hat sich um den R 122 verdienst gemacht. 1999 trat Werner Schuchert als Vorsitzender zurück, Hans Becker übernahm das Amt. Nach Vorschlag von Hans Becker wurde Werner Schuchert zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 2000 beteiligten wir uns erstmalig mit einem Stand am Bürgerfest. Unser Stand wurde 2 Tage belagert. Eine tolle Werbeveranstaltung für den Verein. Im Jahr 2003 wurde der R 122 ins Vereinsregister aufgenommen und trägt seitdem das e.V. Durch die endgültige Schließung unseres Vereinslokal mussten wir uns 2006 Nach Räumlichkeiten umsehen. Durch die Unterstützung der Bezirksstelle und des Ehemaligen Bezirksvorsteher Wilhelm Schröder bekamen wir eine kleine alte Feuerwehrhalle am Vereinshaus. Nun hieß es richtig malochen. Die Halle wurde mit mehreren Vereinen hergerichtet so das sie für alle jetzt Nutzbar ist. Unsere Mitglieder waren bei dem Ausbau federführend. Ein weiterer Anbau ist in Planung sobald die Mittel dafür zur Verfügung stehen. Auch einen Raum im Vereinshaus können wir nach erfolgten Ausbau unser eigen nennen. Dieser dient als Archiv und Versammlungsraum. Die Stadt Aachen hat Hilfe in Aussicht gestellt. 2005 dann ein Highlight . Gleich 5 Landesmeister konnten wir auf der Landesschau stellen. Es gab immer Höhen und Tiefen in dieser langen Zeit – allein durch die beiden Weltkriege Haben es bestimmt nicht leicht gemacht den Verein aufrecht zu erhalten. Es gab jedoch immer Mitglieder, auch ganze Familien, die dem Verein immer Rückhalt gaben. Auch Züchterischer Fleiß zahlte sich immer wieder aus. Das Miteinander wird bei uns ganz groß geschrieben. Dieses Gut muss gepflegt werden. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass unsere Tradition weitergeführt wird. Wir sollten allen Vorbild sein.
Hans Becker
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Stand: 03.12.09